Ein schwarz-weißes Videostill der Künstlerin VALIE EXPORT. Die Künstlerin blickt in die Kamera und formt ein Zeichen mit den Händen. Es ist das Zeichen für den Buchstaben „n“ im Zweihand-Fingeralphabet. Intendiert ist aber vermutlich der Buchstabe „m“.
© VALIE EXPORTi

ICH SAGE DIE ZEIGE MIT DEN ZEICHEN IM ZEIGEN DER SAGE

Ausstellungstext

"Zwei Hände formen ein I-. Der Blick ist konzentriert.
-C-H. Kurzes Innehalten.
Etwas leuchtet in der Sonne auf und der Blick wandert. In einem winzigen Raum herum, stellt scharf und schweift wieder ab.

Ein Schatten bewegt sich und vier Augen erkennen sich.
Die Hände formen ein S-.
Fast über ein Kabel am Boden gestolpert, bleibt der Blick zwischen Fenster und Fenster hängen. Und wandert hinaus.
Die Hände formen ein -A-G-E während die Königin ebenfalls aus dem Fenster sieht."

Stella Osen und Sabrina Podemski, how to hidegger, 2026 (Auszug)

 

Aus den gemeinsamen Interessen des IMAI und des Stadtverbands der Gehörlosen Düsseldorf e.V. sowie der räumlichen Verbundenheit des Stadtverbands und des Storage Museums hat sich die Idee für diese gemeinsame Ausstellung aus den Beständen der beiden Düsseldorfer Sammlungen ergeben. VALIE EXPORTs Videoarbeit Sehtext: Fingergedicht von 1968/1973 aus dem Archiv des IMAI war die erste Arbeit, die wir uns gemeinsam angesehen haben. In einer Variation des Zweihand-Fingeralphabets buchstabiert die Künstlerin darin frei nach dem Philosophen Martin Heidegger: “ICH SAGE DIE ZEIGE MIT DEN ZEICHEN IM ZEIGEN DER SAGE”. Ihre für alle Beteiligten gleichermaßen rätselhaften Zeichen prägten und begleiteten unseren Austausch über das Video hinweg. Die Arbeit wurde zum Ausgangspunkt eines gemeinsamen Nachdenkens über Bedeutung und Interpretation, über Verstehen und Missverstehen, über Formen, Techniken und Hierarchien der Kommunikation.

 

Künstler*innen

Raymond Antrobus, Michael M.C. Driesch, Manuel Dück, Lucie Gorzolka, Akiko Hada, Jonas Hohnke, Alisa Kulesh, Seo Hye Lee, Paula Rinderle, Miriam Schenkirz, Linda Skellington, VALIE EXPORT

 

Kuratorisches Team

Roman Poryadin (Stadtverband der Gehörlosen), Stella Osen und Sabrina Podemski (Storage Museum), Judith Greitemann, Linnea Semmerling und Darija Šimunović (IMAI)

 

Ausstellungsort

Storage Museum
Himmelgeister Str. 107
40225 Düsseldorf

Do – So, 14 – 18 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber willkommen.

 

Zugänglichkeit

  • Assistenzhunde sind willkommen

  • Das Storage Museum ist ebenerdig zugänglich, Parkplätze befinden sich direkt auf dem Gelände. Ein Teil des Weges führt über Kopfsteinpflaster, Unterstützung vor Ort ist möglich. Im Museum gibt es eine rollstuhlgerechte, genderneutrale Toilette. Weitere Informationen unter: storagemuseum.org/kontakt

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