Werktext
In FOLDS (In tape fields) [Faltungen (in Aufnahmefeldern)] untersucht KMRU, wie urbane Infrastrukturen das Hören im öffentlichen Raum bedingen und strukturieren. Ausgehend von Hörspaziergängen, Umwegen und beiläufigen Aufnahmen nähert er sich Düsseldorf als einem auditiven Feld, in dem sich Routinen, Rhythmen und Erwartungen überlagern.
Die Arbeit entfaltet sich über verschiedene Orte und Lautsprechersysteme im Stadtraum. Klangmotive, Schleifen und Feldaufnahmen tauchen versetzt und wiederkehrend auf, ohne sich zu einem geschlossenen Ganzen zu fügen. Zeit wird gedehnt, unterbrochen oder zurückgeführt. Bedeutung entsteht im Vorübergehen, im Verweilen oder auch im Überhören. Statt einer festen Kartografie eröffnet die Arbeit eine offene, vielschichtige Form der Wahrnehmung.
Bio
Der in Berlin lebende Klangkünstler KMRU (Joseph Kamaru, *1997 in Nairobi, Kenia) nutzt Field Recordings, Ambient Sound und experimentelle Techniken, um Hörkulturen jenseits vorherrschender Wahrnehmungsnormen zu erforschen. Er realisiert international Kompositionen, Installationen und Performances und hat mehrere Alben veröffentlicht, darunter auf seinem eigenen Label OFNOT.
Zugänglichkeit
Genauere Informationen zur Zugänglichkeit findet ihr auf den jeweiligen Veranstaltungsseiten.