Nahaufnahme eines eckigen Gullideckels aus grauem, verschmutztem Metall im Düsseldorfer Stadtzentrum. Auf der Oberfläche sind helle Rückstände alter Kaugummis zu sehen. Durch die schmalen Öffnungen wirkt der Raum darunter tiefschwarz. Aus dieser Dunkelheit wächst leuchtend grünes Moos empor.
© KMRUi

KMRU

FOLDS (In tape fields)

Werktext

In FOLDS (In tape fields) [Faltungen (in Aufnahmefeldern)] untersucht KMRU, wie urbane Infrastrukturen das Hören im öffentlichen Raum bedingen und strukturieren. Ausgehend von Hörspaziergängen, Umwegen und beiläufigen Aufnahmen nähert er sich Düsseldorf als einem auditiven Feld, in dem sich Routinen, Rhythmen und Erwartungen überlagern.

Die Arbeit entfaltet sich über verschiedene Orte und Lautsprechersysteme im Stadtraum. Klangmotive, Schleifen und Feldaufnahmen tauchen versetzt und wiederkehrend auf, ohne sich zu einem geschlossenen Ganzen zu fügen. Zeit wird gedehnt, unterbrochen oder zurückgeführt. Bedeutung entsteht im Vorübergehen, im Verweilen oder auch im Überhören. Statt einer festen Kartografie eröffnet die Arbeit eine offene, vielschichtige Form der Wahrnehmung.

 

Bio

Der in Berlin lebende Klangkünstler KMRU (Joseph Kamaru, *1997 in Nairobi, Kenia) nutzt Field Recordings, Ambient Sound und experimentelle Techniken, um Hörkulturen jenseits vorherrschender Wahrnehmungsnormen zu erforschen. Er realisiert international Kompositionen, Installationen und Performances und hat mehrere Alben veröffentlicht, darunter auf seinem eigenen Label OFNOT.

 

Zugänglichkeit

Genauere Informationen zur Zugänglichkeit findet ihr auf den jeweiligen Veranstaltungsseiten.

Dokumentation

In einem dunklen Raum sitzt KMRU mit Kopfhörern hinter seinem Laptop und Mischpulten. Mit seiner rechten Hand steuert er seinen Computer, während seine linke Hand auf seinen Kopf stützt. Hinter ihm sind ein großer Lautsprecher und helle Wandfliesen zu sehen.

© KMRU und Stiftung IMAI - Inter Media Art Institute, Fotos: Kai Werner Schmidt

Eine futuristisch anmutende Klanginstallation hängt von der Decke des weiß gefliesten Modellraums im U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee. Davor stehen Menschen, die sich KMRUs Audio Stück anhören.
Ein Blick in das Velvet Café, wo KMRU mittig im Raum an einem kleinen Tisch mit Laptop, Mischpulten, Kopfhörern und vielen Kabeln sitzt. Um ihn herum sitzt das Publikum und lauscht mit gebannter Aufmerksamkeit.
Ein Blick nach oben zur Decke des Notausgangs des UFA Palast Düsseldorfs.In einer Metallplatte sind ein Lautsprecher und ein blau leuchtendes Licht eingebaut. Im Vordergrund stehen zwei Menschen, die ihre Köpfe in diese Richtung gedreht haben, um KMRUs FOLD II zu hören.
In der oberen Ecke des Salon des Amateurs hängt großer, weißer Lautsprecher von dem KMRUs FOLD II abgespielt wird. Die Wand unterhalb des Lautsprechers ist mit einer Vielzahl weiß-gelber Wandpaneele verkleidet, die vertikale Streifen erzeugen.
Der Keller in der Filmwerkstatt ist nahezu komplett dunkel. Lediglich ein paar Bodenlampen erhellen den Raum, in den mehrere Holzstühle stehen, um sich KMRUs vierkanalige Klanginstallation anzuhören.

In Zusammenarbeit mit

Großzügig gefördert durch

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