Eine weiße Person, die männlich gelesen wird, im Anzug vor rotem Hintergrund, teilweise von Bändern mit weißem ‚FEHLT‘-Schriftzug verdeckt.
© Charli Pape und Andreas Coerper, VG Bild-Kunst, Bonn 2026.i

„Es fehlt mir etwas“

Bildbeschreibung

Vor rotem Hintergrund wiederholt sich das Wort „FEHLT“ in weißen Großbuchstaben. Die Schrift bildet breite, diagonal verlaufende rote Bänder, die den Körper einer Person teilweise verdecken. Zwischen den Schriftbändern sind Kopf und Schultern sichtbar. Die Person wird als weiß und männlich gelesen, trägt einen dunklen Anzug mit hellem Hemd und hat kurze, gegelte Haare. Der scharfe Blick fokussiert einen Punkt zwischen den Bändern, blickt uns an.

Veranstaltung: 

„Es fehlt mir etwas”, sagt das Paar in Raskins Videoarbeit Du hast kein Herz von 1991, bevor es die Dynamik ihrer Beziehung in allen Facetten ergründet. Mehr als dreißig Jahre später nimmt das Künstler*innenduo Cyanlila die historische Arbeit zum Ausgangspunkt und nähert sich ihr mit einer experimentellen Audiodeskription.  Auch Videoarbeiten von Maria Vedder & Bettina Gruber, Dieter Kiessling und Ulrike Rosenbach aus dem Archiv des IMAI - Inter Media Art Institute, werden von Cyanlila mit künstlerisch-experimentellen Audiodeskriptionen neu erschlossen. Zwischen Hörspiel und Klanglandschaft entsteht eine Reise durch die Videokunst von den 1970er bis in die 1990er-Jahre. Cyanlila erforscht diese Geschichte aus queerfeministischer Perspektive und taucht ab in eine Welt mit sprudelnden Schneebesen und schwimmenden Hähnen. Was fehlt, wird hörbar.

Cyanlila besteht aus Lilian Korner (Blinde Kulturwissenschaftler*in, Access-Dramaturg*in und Inklusionsaktivist*in) und Conny Walter (Hörspielmacherin und Lektorin). Zusammen entwickeln sie künstlerische Formen der Audiodeskription, um visuelle Kultur für Blinde und Sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen.

 

 

Programm

Zur Arbeit

In den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelten Bettina Gruber und Maria Vedder in Köln wegweisende frühe Arbeiten der Videokunst. In Catfish Tango entführen sie ihr Publikum nun gemeinsam mit Cyanlila in eine versunkene Unterwasserwelt, in der Küchenutensilien, Cocktailschirmchen und andere Alltagsgegenstände als seltsame Fische und Meereswesen auftreten. Eine katzenartige Figur verbindet diese surreale Welt mit den Weiten des Alls und lässt eine spielerische Reise zwischen Wirklichkeit und Fantasie entstehen.  

Sprecherin: Imke Daum  
Tontechnik: Jannis Wulle

Zur Arbeit

In Du hast kein Herz kommuniziert ein Paar in fragmentierten Dialogen über ihre Beziehung, geprägt von Vorwürfen, Missverständnissen, Wiederholungen und Momenten der Sprachlosigkeit. Rotraut Pape und Andreas Coerper, die ab 1987 unter dem Namen Raskin ihre Video- und Soundarbeiten zeigten, treten darin direkt miteinander in Dialog. Mimik, Pausen, Satzfragmente und typografische Bilder verschieben fortwährend die Bedeutung des Gesprochenen und loten das Verhältnis zwischen Gesagtem und Ungesagtem immer wieder neu aus.

Sprecher*innen: Carlos Franke und Conny Walter  
Tontechnik: Jannis Wulle 

Zur Arbeit

In Fallende Scheibe gerät eine scheinbar stabile Bildfläche ins Wanken. Dieter Kiessling arbeitet seit den 1980er-Jahren in Düsseldorf und Berlin mit Video, Fotografie und medialen Installationen. In diesem Video entwickelt eine zunächst einfache Komposition eine unerwartete räumliche Dynamik, die die Wahrnehmung des Publikums auf die Probe stellt. Die Arbeit wird mit drei verschiedenen Audiodeskriptionen gezeigt.

Zugänglichkeit

  • Barrierefreier Parkplatz im Parkhaus Contipark Tiefgarage Altstadt Rheinufer (ca. 150 m). Zufahrt nur über den Rheinufertunnel, nächster öffentlicher barrierefreier Parkplatz am Carlsplatz und auf dem Burgplatz.

  • Barrierefreie ÖPNV-Haltestellen in der Nähe: 
    Benrather Straße (ca. 300 m): Bahnen: U71, U72, U73, U83, Poststraße (ca. 500 m): Bahnen: 706, 708, 709

 

  • Ein temporäres, getestetes Leitsystem ist vorhanden.

  • Der Haupteingang ist ebenerdig zugänglich.

  • Im gesamten Treppenhaus sind beidseitig Handläufe vorhanden.

  • Alle Türen sind mindestens 90 cm breit.

  • Ein Aufzug ist vorhanden (Türbreite: 125 cm, Kabinengröße: ca. 125 × 250 cm).

  • Im Black Box steht ein Rollstuhlplatz zur Verfügung.

  • Der Zugang zum Rollstuhlplatz im Kino erfolgt über eine automatisierte Tür.

  • Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden (Türbreite: 100 cm, einseitig anfahrbar, Bewegungsfläche rechts neben der Toilette: 80 × 120 cm). Der Zugang zur barrierefreien Toilette erfolgt über den Aufzug.

  • Audiodeskription: Alle Videos werden mit integrierter Audiodeskription gezeigt.

  • Abholservice und Rückfahrt: Auf Wunsch holen wir euch um 15:00 Uhr oder 15:30 Uhr an der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee ab und begleiten euch zum Filmmuseum. Den genauen Treffpunkt an der Heinrich-Heine-Allee vereinbaren wir bei der Anmeldung individuell mit euch. Nach der Veranstaltung begleiten wir euch bei Bedarf um 17:40 Uhr oder 18:30 Uhr zurück zur Heinrich-Heine-Allee. Wenn ihr den Abhol- und Rückfahrservice nutzen möchtet, meldet euch bitte bis zum 23. November per E-Mail an jg@stiftung-imai.de oder telefonisch unter +49 211 54 23 09 94 an.

  •  Assistenzpersonen: Bei der Veranstaltung sind Assistenzpersonen vor Ort und unterstützen Euch bei Bedarf.

  • Assistenzhunde sind willkommen.

  • Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.

Weitere Informationen: https://filmmuseum-duesseldorf.de/besuch#adresse-und-anfahrt

Wegbeschreibung von der U-Bahn-Haltestelle Benrather Straße zum Filmmuseum von Lilian Korner

Je nachdem, aus welcher Richtung du mit der U-Bahn ankommst, beginnt der Weg unterschiedlich. Beide Wege führen zu derselben Rolltreppe. Ab der Rolltreppe ist der weitere Weg identisch.

Variante 1: Ankunft mit U71, U72, U73 oder U83 aus Richtung Heinrich-Heine-Allee / Rath / Ratingen / Gerresheim Gehe die Treppe vom Bahnsteig nach oben. Am rechten Treppengeländer befindet sich die Aufschrift „Richtung Heinrich-Heine-Allee“, am linken Geländer die Aufschrift „Breite Straße“.
Oben angekommen, triffst du auf ein taktiles Leitsystem. Folge der Leitlinie bis zum ersten Aufmerksamkeitsfeld und biege dort nach rechts ab. Folge der Leitlinie bis zum nächsten Aufmerksamkeitsfeld und biege erneut nach rechts ab. Folge nun der Leitlinie weiter. Auf diesem Abschnitt überquerst du zunächst zwei Aufmerksamkeitsfelder, ohne abzubiegen. Am dritten Aufmerksamkeitsfeld biegst du nach rechts ab. Gehe bis zum nächsten Aufmerksamkeitsfeld und biege dort nach links ab. Vor dir befindet sich die Rolltreppe nach oben.

Variante 2: Ankunft mit U71, U72, U73 oder U83 aus Richtung Bilk / Universität / Benrath
Gehe die Treppe vom Bahnsteig nach oben. Am linken Treppengeländer befindet sich die Aufschrift „Richtung Bilk“, am rechten Geländer die Aufschrift „Breite Straße“. Oben angekommen, triffst du direkt auf eine Leitlinie und kurz darauf auf ein Aufmerksamkeitsfeld. Biege dort nach links ab. Folge der Leitlinie bis zum nächsten Aufmerksamkeitsfeld. Hier führt die Leitlinie nach links. Biege links ab und folge ihr weiter. Am nächsten Aufmerksamkeitsfeld biegst du wieder nach links ab. Gehe geradeaus bis zu einem weiteren Aufmerksamkeitsfeld und biege dort erneut nach links ab. Vor dir befindet sich die Rolltreppe nach oben.

Gemeinsamer Weg ab der Rolltreppe Fahre mit der Rolltreppe nach oben. Oben angekommen, drehst du dich nach rechts. Nach etwa zwei bis drei Schritten triffst du auf eine Wand. Drehe dich nach links und nutze die Wand rechts von dir zur Orientierung. Du gehst jetzt entlang der Benrather Straße. Links von dir verläuft die Straße. Rechts befindet sich eine Wand, die immer wieder von Ladeneingängen unterbrochen wird.
Kurz vor der ersten Straßenüberquerung triffst du auf eine taktile Leitlinie. Folge ihr nicht, sondern gehe weiter geradeaus.
Nach einigen Schritten erreichst du die Kreuzung Hohe Straße / Benrather Straße. Rechts von dir liegt der Carlsplatz. Überquere die Hohe Straße geradeaus in Laufrichtung und folge weiterhin der Benrather Straße. Nach der Überquerung orientierst du dich weiter an der Bebauung beziehungsweise Begrenzung rechts von dir. Nach einigen Metern öffnet sich rechts der Carlsplatz.
Hier kannst du dich zusätzlich an einer Veränderung des Bodenbelags orientieren: Der eigentliche Gehweg besteht aus eher glatten Steinen. An seiner rechten Kante befinden sich leicht aufgeraute Steine. Diese Kante kannst du zur Orientierung nutzen. Beachte, dass auf oder an dieser Kante Gegenstände stehen können. Gehe weiter geradeaus. Links von dir verläuft weiterhin die Benrather Straße, die auch akustisch zur Orientierung dienen kann. Du überquerst erneut eine gepunktete taktile Leitlinie. Folge ihr nicht. Gehe noch etwa zwei bis drei Schritte weiter und überquere dann die Bilker Straße geradeaus.
Vorsicht: Direkt auf der anderen Straßenseite befindet sich ein Café. Dessen Tische können weit auf den Gehweg hinausragen. Folge dem Gehweg weiter geradeaus. Der Gehweg wird hier etwas schmaler. Außerdem stehen auf diesem Abschnitt mehrere Laternen. Nach einiger Zeit erreichst du eine weitere Querstraße. Überquere sie nicht. Der Gehweg macht hier eine Kurve nach rechts. Folge dieser Kurve. Rechts von dir verläuft erneut eine Mauer. Folge ihr. In der Mauer befinden sich mehrere Garagentore und Einfahrten. Die Tore können geöffnet oder geschlossen sein. Folge der Mauer beziehungsweise dem Weg, bis du geradeaus auf eine Wand triffst. Drehe dich nach links und folge der Wand rechts von dir weiter. Auch hier befinden sich Garagentore. Folge der Wand weiter, bis der Straßenverlauf deutlich in einem rechten Winkel abbiegt. Drehe dich an der Ecke nach rechts und gehe einige Schritte, bis du auf einen großen Blumentopf triffst. Nutze den Blumentopf zur Ausrichtung und überquere die Hafenstraße möglichst gerade. Die Hafenstraße hat Kopfsteinpflaster. Auf der anderen Straßenseite gehst du noch ungefähr fünf Schritte geradeaus. Du triffst entweder direkt auf eine Wand oder auf die Ecke eines Gebäudes. Wenn du direkt auf die Wand triffst, drehe dich nach links, gehe bis zum Ende der Wand und drehe dich anschließend wieder nach rechts. Wenn du stattdessen auf die Gebäudeecke triffst, kannst du direkt weitergehen. In beiden Fällen befindet sich die Gebäudewand anschließend rechts von dir. Nutze sie als Leitlinie. Folge der Wand weiter. Sie gehört im weiteren Verlauf zum Keramikmuseum. Nach einigen Metern öffnet sich rechts der Eingang zum Keramikmuseum. Biege dort nicht ab, sondern gehe weiter geradeaus. Kurz darauf kannst du dich wieder an der Wand rechts von dir orientieren. Im weiteren Verlauf gibt es einen Vorsprung in der Wand. Du kannst ihn ignorieren und weiter geradeaus gehen. Wenn die Wand das zweite Mal endet, öffnet sich rechts der Eingangsbereich des Filmmuseums. Bleibe zunächst noch für wenige Schritte an der rechten Wand. Drehe dich dann nach links und entferne dich zwei bis drei Schritte von ihr, weil im weiteren Verlauf Fahrradständer und Fahrräder stehen können. Drehe dich dann nach rechts und laufe ein paar Schritte geradeaus, bis du auf eine Wand triffst. Wenn die Wand vor dir ist, drehe dich nach links. Sobald eine Säule vor dir ist, hast du den Eingang des Filmmuseums erreicht. Wenn du die Säule gefunden hast, gehe an ihr vorbei. Direkt nach der Säule befindet sich auf der rechten Seite der Eingang zum Filmmuseum.

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