Auf einer Baustelle ist der Gehweg großflächig aufgebrochen. Zwischen Schutthaufen arbeiten mehrere Personen in Warnkleidung. Links bewegt ein großer Baggerarm schwere Betonstücke, weiter hinten bedient jemand einen kleinen Minibagger mit Presslufthammer. Rechts steht eine Person nahe einer Hauswand und stützt sich auf eine Schaufel. Fahrzeuge und Absperrgitter rahmen die Szene in einer belebten Straßenumgebung. Am unteren Bildrand steht eine Bildunterschrift mit der Aufschrift „…ja/nein?…“.
© Seo Hye Lee, Video: Damien Robinsoni

Seo Hye Lee

Ohrenbetäubende Stille

Ohrenbetäubende Stille ist eine kollaborative Videoarbeit der Künstlerin Seo Hye Lee, die im Austausch mit Tauben Communities in Düsseldorf und weiteren Städten entstanden ist. Die Arbeit untersucht, wie Klang im urbanen Raum interpretiert, imaginiert und über visuelle Hinweise erschlossen werden kann.

Ausgangspunkt ist die Redewendung „ohrenbetäubende Stille“, die hier aus Tauben Perspektiven aufgegriffen und neu gelesen wird. Durch die poetischen, humorvollen und mitunter irritierenden Untertitelungen kurzer Videosequenzen ohne Ton hinterfragt die Arbeit, welche Bedeutungen wir Klängen im Stadtbild zuschreiben und wie diese Bedeutungen in der Interaktion zwischen Wahrnehmung, Kontext und Erwartungen entstehen.

Die untertitelten Videos erscheinen auf verschiedenen Bildschirmen im öffentlichen Raum. So wird der Stadtraum selbst zum Ort der Reflexion darüber, wie Klang erlebt, beschrieben und gedeutet wird und wessen Perspektiven dabei zur Geltung kommen.




Diese Neuproduktion ist das Ergebnis einer offenen Ausschreibung und wurde von einer Jury, bestehend aus Joshua Pesch-Ulonska, Siegfried Saerberg und Linnea Semmerling, ausgewählt.

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