Bei der resonanzbasierten Raumwahrnehmung, auch Echolocation oder Klicksonar genannt, nehmen Menschen ihre Umgebung über Schallimpulse und deren Echos wahr. Sie ermöglicht praktische Orientierung im Alltag, eröffnet aber auch ästhetische Perspektiven jenseits visuell dominierter Ordnungen.
In der Hörsession und dem anschließenden Gespräch tauschen sich der Disability-Studies-Forscher Siegfried Saerberg, der Echolocation-Trainer Juan Ruiz und der Medien- und Konzeptkünstler Dirk Sorge aus. Sie reflektieren unterschiedliche Zugänge zur resonanzbasierten Raumwahrnehmung: den ästhetisch-kompositorischen Ansatz des Künstlers, die phänomenologisch-ethnographischen Gedanken des Forschers und die emanzipatorisch-vermittelnden Praktiken des Pädagogen.
Ausschnitte verschiedener künstlerischer Arbeiten werden gemeinsam gehört. So wird Echolocation nicht nur als Orientierungstechnik erfahrbar, sondern als ästhetische Praxis und analytische Perspektive auf Klang, Raum und Resonanz.